presse

 

Peter Finger gibt Konzert im Theater im Hinterhof
2011-04-13, Kreiszeitung Neue Buxtehuder Wochenblatt
Benefiz auf Platt im Hinterhof. Leederkroom und Dohrmann
2011-03-31, Buxtehuder Tageblatt
Frank Roder (links) und Felix Oliver Schepp boten Satirisches von Wilhelm Busch in Buxtehude und nicht nur Hochprozentiges.
2011-03-28, Buxtehuder Tageblatt
Die zwei von
2011-03-24, Buxtehuder Tageblatt
 
 
Mascha Kaléko: Reise einer Dichterseele. Im Theater im Hinterhof widmet sich die Schauspielerin Dorit Meyer-Gastell der großen polnischen Poetin.
2011-03-10, Buxtehuder Tageblatt
Tastenkünstler am Freitagabend im Hinterhof. Axel Pätz zwischen Geburtstrauma und Seniorenresidenz.
2011-02-25, Buxtehuder Tageblatt
 
 
Werner Lämmerhirt gastiert im Theater im Hinterhof - Blues und Boogie voller Emotionen
2011-01-24, Buxtehuder Tageblatt
 
Das Duo Mix.: Bajan-Musik im Theater im Hinterhof Programm mit Knopfakkordeon.
2011-01-13, Buxtehuder Tageblatt
Jochen Wiegandt
 2009-04-28
 
 2009-04-06
 
 2008-05-19
 
 
 
 2008-02-25
 
 2008-02-16
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Cantus: Ein fantastisches Fest für die Sinne

BUXTEHUDE. Wer am Dienstagabend in der Buxtehuder St. Paulus-Kirche das Konzert mit dem Cantus Mädchenchor erlebt hat, wird auf Anhieb verstehen, dass diese zauberhaften Sängerinnen aus Lettland in aller Welt die Säle und die Kirchen füllen und immer wieder erste Preise einheimsen.

Vor vier Jahren war Cantus schon einmal in Buxtehude und versetzte das Publikum im Forum Süd in Begeisterung. Das ist am Dienstag in der Paulus-Kirche nicht anders. Viele Besucher bedanken sich am Schluss bei Ilze und Joachim Menneking vom Theater im Hinterhof für den wunderbaren Abend, mit dem die gebürtige Lettin und ihr Mann eine Reihe fortsetzen, die ihre vor sechs Jahren verstorbene Tochter und Theatergründerin Nina Zober aus der Taufe gehoben hatte. Unter dem Dach von „Europas Musik zu Gast in Buxtehude“ versammelte die Buxtehuderin damals begnadete Künstler aus vieler Herren Länder in der Stadt.

Diesmal ist Maruta Rozite, die Gründerin, Direktorin und Chorleiterin der im lettischen Kuldiga beheimateten Musikschule, mit 40 Schülerinnen im Alter von acht bis 18 Jahren angereist, zu denen sich die sieben Lucia Voices gesellen, die ihre Kunst in Kuldiga von der Pike auf gelernt und später vervollkommnet haben. Aus dem Schulchor, der als Lettlands Exportware Nummer eins gilt, sind ganze Generationen von erstklassigen Sängerinnen hervorgegangen. In St. Paulus wird die 76-jährige Prinzipalin von Maruta Grigale unterstützt und von der Pianistin Marta Ozolina, die auch durch den außergewöhnlichen Abend führt.

„Was für ein wunderschöner Anblick“, sagt Bürgermeister-Stellvertreterin Christel Lemm zur Begrüßung und meint die Lucia Voices und die kerzenkronetragende heilige Lucia in ihrer Mitte. Was die sieben jungen Frauen in St. Paulus mit ihren fantastischen Stimmen singen, wie sie im Kirchenraum rocken und swingen, ist einfach hinreißend. Einen wunderschönen Anblick in ihrer lettischen Tracht bieten auch die jüngeren Virtuosinnen, die das Publikum mit großer Ausstrahlung auf eine Reise durch das weihnachtlich geprägte deutsche, lettische und englische Liedgut mitnehmen und die Besucher auch mit Kompositionen alter Meister verwöhnen. Nicht nur die Stimmen sind ein Genuss, auch die ausgefeilte Choreografie ist ein Augenschmaus und lässt die Darbietung zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen.

Mit „Jubilate Deo“ eröffnen die liebenswerten Botschafterinnen ihres Landes ein anspruchsvolles, aus humorvollen und besinnlichen Elementen gemachtes Programm, das ein einziges „Jubilate“ ist, das den Abend zu einem Erlebnis voller Wohlklang werden lässt und unter die Haut geht. Immer wieder gibt es Bravos und Zwischenapplaus. Das Bestechende an Cantus ist die Authentizität, ist die Freude, mit der die Sängerinnen ihr Können zu Gehör bringen. Da kommt, so will es scheinen, jeder Ton von ganzem Herzen. Die außerordentliche Qualität ist aber vor allem das Ergebnis der von Maruta Rozite eingeforderten Disziplin, mit der die alte Dame ihre Mädchen zu Hochleistungen motiviert.

Als der Chor nach der Pause mit Teelichtern Einzug hält und das „Ave Maria“ anstimmt, wird es im Kirchenraum noch einmal ganz still. Gänsehaut pur. Dann bricht sich nach zwei wundervollen Stunden lauter Jubel Bahn.

Autorin: Hannelore Aldag,  14.12.2016

 

 

 
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